Ostern ist mein Lieblingsfest. Nicht Weihnachten. Das sage ich, wenn jemand fragt, und die meisten schauen dann kurz so, als hätte ich gerade etwas falsch beantwortet. Aber es stimmt. Weihnachten ist schön – Ostern ist mehr.

Ostern ist eine Reise. Sie beginnt am Gründonnerstag: das letzte gemeinsame Essen, der Raum der sich schließt, das Wissen um das, was kommt. Dann Karfreitag – Verrat, Verhör, Tod. Eine Stille, die kein Schweigen ist, sondern ein Gewicht. Und dann, nach dieser Nacht, die sich über zwei Tage zieht, die Auferstehung. Die größte Freude, die ich kenne. Die darf ich jedes Jahr aus dem Innersten meines Glaubens in einen Raum voller Menschen tragen.

Und dieses Jahr sitze ich in der Reihe. Mit einem Liederheft, wie alle anderen.

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